Lage
Mit einer Fläche von 1.692.137.76 ha gehört der Manu Nationalpark zu den großen Schutzzonen unserer Erde. Er ist eines der wenigen wirklich unberührten tropischen Gebiete und gleichzeitig eines der faszinierendsten Tierreservate der Welt. Manu ist ein Park der Superlative: Er beherbergt die größte Vielfalt an Säugetieren auf der Welt (mehr als 200 Arten), darunter 13 verschiedene Primaten; in keinem anderen Nationalpark der Welt gibt es so viele verschiedene Vogelarten (über 800). In Manu leben außerdem die meisten Amphibienarten des Amazonasbeckens. Auf einem einzigen Baum leben mehr Insektenarten als auf den gesamten britischen Inseln. Unter Vogelliebhabern gilt Manu als eines der besten Vogelbeobachtungsgebiete der Welt.
Grund für diese Artenvielfalt ist nicht zuletzt die große Bandbreite an klimatischen Zonen, die der Manu Nationalpark umfasst: vom Andenhochland über Bergnebelwald bis hin zum Tieflandregenwald. Auf einer Länge von dreihundert Kilometer schlängelt sich der Manufluss durch den Park. Durch diese kurvenreiche Flussführung entstehen viele Seen, die sich immer wieder verändern, verschwinden und wieder neu entstehen.
Klima
Im Manu-Nationalpark herrscht typisches Regenwaldklima vor. Neben der hohen Luftfeuchtigkeit bedeutet das vor allem auch Temperaturen, die teilweise 34° C übersteigen.
Flora
Dank seiner enormen Höhenunterschiede, von 150 bis zu 4200 m.ü.d.M. gilt der Manu weithin als die Region mit der größten biologischen Vielfalt auf der Welt, mit über 1000 Vogel-, 13 Affen- und 1200 Schmetterlingsarten, sowie 2000 bis 5000 verschiedenen Blütenpflanzen.
Fauna
Bevor er zum Schutzgebiet erklärt wurde, war es die Unzugänglichkeit des Manus, die ihn erhalten hat. Die grosse
Vielfalt ökologischer Böden verleiht dem Manu seine unvergleichliche Biodiversität: jedes Ökosystem ist Heimstatt verschiedener Arten und nur der Mensch, oder der Puma sind in der Lage, sich frei zwischen den Anden und dem Amazonas zu bewegen.
Der Manu Nationalpark bietet eine große Artenvielfalt: 1000 Vogelarten, Reptilien und Amphibien, sowie wirbellose Tiere, 200 Säugetierarten (ungefähr 40% der Gesamtzahl an Säugetieren in Peru).
Kulturelle Aspekte
Im Urwaldgebiet des Madre de Dios leben viele verschiedene Indiostämme, wie: Matsiguenka, Yora, Yine, Harakmbut, Maschco-Piro und Amaguancas, die unterschiedlichen Sprachenfamilien angehören. Einige Stämme weisen jeden möglichen Kontakt mit der modernen Gesellschaft zurück.
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