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Lage
Das Fest des Lords von Coylluriti findet im Bezirk von Quispicanchis, Distrikt von Ocongate statt. Die Zeremonie erfolgt auf dem Berg Ausangate, in einer Höhe von 4700 m und unter Temperaturen von 0°C.

Datum
Diese Zeremonie findet in der ersten Maiwoche (jedes Jahr) statt.

Einmal im Jahr, ein paar Tage vor Fronleichnam, treffen sich hier Indianer aus allen Teilen Südamerikas, um fünf Tage und Nächte lang zu tanzen, zu beten und zu singen. Qoyllur Rit’i heißt diese Feier, das Fest des Schneesterns, benannt nach dem gleichnamigen Berg in der Cordillera Vilcanota: ein weißer Zacken, 5.450 Meter hoch.

Die meisten Indianer sind getauft und doch leben sie auch in jenem Glauben weiter, den ihnen die spanischen Missionare vergeblich auszutreiben suchten. In Qoyllur Rit’i folgen sie beidem, dem Katechismus und den Geboten ihrer Ahnen. Auf dem Gletscher zelebrieren sie die uralten Kulte ihrer Vorfahren, in der Wallfahrtskirche auf der Hochebene gehen sie vor dem Señor de Qoyllur Rit’i in die Knie. Der Señor, nicht viel mehr als ein verschwommenes Bild Jesu Christi auf einem dunklen Stein im Herzen des Gotteshauses, liebt sie, das spüren alle. Sie beten ihn an, schreien, weinen und fiebern dann doch wieder jenem Moment entgegen, da die Ukukus auf die Gletscher steigen, indianischen Ritualen gehorchend: Sie müssen Eis herausbrechen, so wollen es die Götter, grobe Brocken, die sie auf ihren Rücken zu Tal bringen. Das Schmelzwasser, aus diesen Gletscherblöcken gewonnen, gilt als heilig. Ein Fläschchen für jeden Pilger. Es begleitet ihn durchs Jahr, als Arznei, Glücksbringer und spirituelles Elixier.

Coylloryti

 

Coylluriti

 

Coylluriti

 

 

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